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Baby-Schwimmen

Babies und Wasser – Geborgenheit und Harmonie

Fast alle Babys genießen es im Wasser zu sein und darin zu planschen. Schnell finden sie heraus, was sich dort alles anstellen lässt. Kein Wunder – schließlich ist Wasser ein ihnen sehr vertrautes Element.

Schon ab der zwölften Lebenswoche können Babys mit ihren Eltern an Schwimmkursen teilnehmen. Dabei geht es natürlich nicht um das Schwimmen lernen, sondern um den gemeinsamen Spaß im Wasser. Zudem ist das Spielen und Toben für die Winzlinge ausgesprochen gesund: Es kräftigt Muskeln und Atemwege, trainiert die Bewegungskoordination, fördert den Gleichgewichtssinn und das Körpergefühl.

Kleine Wasserratten entwickeln sich auch geistig und sozial besser als Nichtschwimmerkinder: Sie stellen sich zum Beispiel schneller auf veränderte Situationen ein und können sich länger konzentrieren. Dies zeigte eine Studie bereits in den 70er Jahren. Und natürlich stärkt die Nähe und Vertrautheit im Wasser die Beziehung der Eltern zum Kind und umgekehrt.

Angebote für Babyschwimmkurse gibt es bei Volkshochschulen oder Familienbildungsstätten, aber auch Schwimmvereine, private Schwimmschulen, Krankenhäuser und Krankengymnastikpraxen bieten diese an. Wichtig: Fragen Sie nach der Qualifikation der Kursleiterin. Die Kurse finden meist in kleinen Lehrschwimmbecken statt. Das Wasser sollte mindestens 32 Grad warm sein, sonst kühlen die Babys zu schnell aus. Schwimmflügel und Schwimmreifen sollte man erst im zweiten Lebensjahr einsetzen, dann sind die Muskeln des Schultergürtels durch das Krabbeln gestärkt.

Babies genießen Wasser – unterstützen Sie die Kleinen bei ihren Entdeckungsreisen ins feuchte Element!

Tips zum Baby-Schwimmen

Gewöhnen Sie Ihr Baby an den ersten Aufenthalt im Schwimmbad, indem Sie es zu Hause regelmäßig duschen oder baden. Senken Sie dabei die Wassertemperatur allmählich von 37 auf 33 Grad. Im Wasser Babys eine Frotteehose oder eine Windelhose tragen. Bewegen Sie sich mit Ihrem Kind auf gleicher Blickhöhe. Die Gefahr, dass es Wasser schluckt, wird so geringer. Die Schultern sollten unter Wasser sein, damit der Körper nicht auskühlt.

Cremen Sie Ihr Baby nach dem Schwimmen ein – diese sanfte Massage tut Babies gut und hilft, den kleinen Körper schnell aufzuwärmen. Auch warmer Tee oder Stillen sind anschließend eine Wohltat. Fönen Sie Kopf und Ohren nach dem Aufenthalt im Wasser stets gut trocken.

Babies sollen auf sanfte Art mit dem Wasser vertraut gemacht werden. Sie sollen den Spaß am feuchten Element schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt kennen- und schätzen lernen. Der Schwimmreflex ist kleinen Kindern zwar angeboren, läßt man Babies aber nicht ins Wasser, verlernen sie diesen Reflex wieder und das Schwimmen muß später erlernt werden.

Die Ursache dafür liegt in der Gehirnentwicklung: Zu einem frühen Zeitpunkt in der Entwicklung eines Kindes kann dieses noch nicht zwischen gefährlich und ungefährlich unterscheiden. Vertrauen und Mißtrauen sind noch unbekannte Kategrien. Hat man Babies nicht von Anfang an mit dem Wasser vertraut gemacht, sieht dieses etwa in einem Alter von vier bis sechs Monaten mit erheblich mehr Distanz. Viele Babies reagieren bereits zu diesem Zeitpunkt mit Angst und sind nur schwer davon zu überzeugen, sich freiwillig ins Wasser zu bewegen.