Optische Schwimmbrillen
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Schwimmen und Schwimmstile – Kraulen

Beim Kraulen, der schnellsten Art des Schwimmens, liegt der Körper flach auf dem Wasser, das Gesicht befindet sich im Wasser. Man schaut den Beckenboden an. Die Arme und Beine bewegen sich im Wechsel.

Er bildete sich an der Wende zum 20. Jahrhunderts heraus und wurde insbesondere von australischen Schwimmern entwickelt, während er nun insbesondere in Nord- und Südamerika als auch in Europa sehr weit verbreitet ist. Die Australier nahmen sich Bewohner einiger Südseeinseln als Vorbild, die einen Wechselarmzug mit Überwasserkick praktizierten. Kontinentaleuropäische Schwimmer lernten Ende des 19. Jahrhunderts bei Ihrer Teilnahme an englischen Schwimmfesten einen Stil kennen, bei dem man Hand über Hand schwamm. Kombiniert war dies mit unterschiedlichen Beinstößen oder Scherenbewegungen der Beine.

In Deutschland sah man einen reinen Kraulstil erstmals 1906, als der Australier Cecil Healy bei einem 100-Meter Schwimmen als Sieger hervorging. Zwei Jahre später, bei den Olympischen Spielen des Jahres 1908, erwies sich das Kraulen als die schnellste Schwimmtechnik. Dies brachte dem Kraulen eine breitere öffentliche Aufmerksamkeit und begünstigte dessen Ausbreitung in zahlreichen Staaten. Der später als Tarzan-Darsteller berühmt gewordene Johnny Weissmüller war der erste Schwimmer, der mit dem Kraulstil 100 Meter in weniger als einer Minute schwamm. Ihm gelang dies im Jahr 1922.

Eine Sonderform des Kraulens ist das Rückenkraulschwimmen, das sich in Mitteleuropa durch die Halloren wie beispielsweise Johann Gustmuths ausbreitete. Dessen Technik war aber noch von einem Gleichzug der Arme und einem gleichzeitigen Stoßen der Beine gekennzeichnet. 1900 wurde diese Technik erstmals bei den Olympischen Spielen zugelassen und 1912 gewann der US-Amerikaner Harry Hebner durch Verwendung des Rückenkraulens eine Goldmedaille

Die richtige Technik führt beim Schwimmen und insbesondere beim Kraulen zu effektiven Trainingserfolgen.

Gesundheitliche Probleme beim Kraulen

Technisch richtig ausgeführt ist das Kraulen von einer natürlichen und effektiven Schwimmbewegung gekennzeichnet. Die Atmung erfolgt in einem bestimmten Rhythmus – in der Regel nach jedem zweiten oder dritten Bewegungszyklus. Dabei ist es wichtig, dass nur der Kopf zum Einatmen zur Seite bewegt wird und nicht der gesamte Oberkörper mitgedreht wird.

Ein häufiges Problem beim Kraulen ist die fehlende Entspannungsphase. Besonders Anfänger lassen den Arm auch angespannt, wenn sie ihn über das Wasser nach vorne zum Eintauchen führen, was auf Dauer zu Problemen im Schultergelenk führen kann. Richtig ist es jedoch, den Arm in der Überwasserphase zu entspannen, ihn dann „locker hängen zu lassen“, erst den Arm beim Eintauchen kurz vor der Zugphase wieder anspannen.

Das Rückenkraulschwimmen hat sich bei Rückenproblemen als der gesündeste erwiesen. Dabei lieft der Körper entspannt im Wasser und das Atmen ist ohne Probleme möglich. Sollten Probleme mit der Beweglichkeit im Schultergelenk bestehen, muss die Hand beim Armzug nicht unbedingt hinter dem Kopf eintauchen, sondern kann auch bereits seitlich auf Schulterhöhe ins Wasser gebracht werden.

Kraulen ist ein sehr anstrengender Schwimmstil, der dem Sportler ein großes Maß an Kondition abverlangt. Menschen mit geringer Kondition wird das Kraulen frustrieren und damit leicht zu falscher Technik beziehungsweise einem schlampigen Stil verleiten. Hüten Sie sich davor.